Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachten 2011






Hej, das Jahr ist fast am Ende und heute ist Heiligabend. Dieses Jahr waren wir etwas verpeilt und haben nichts geplant fuer Weihnachten. Also weder Riesenfamilienfeier in NZ noch Campen am Strand. Dieses Jahr bleiben wir zur Abwechslung in Melbourne und werden uns von einem Festessen zum Nächsten kugeln.

Wo auch immer ihr über Weihnachten sein werdet, wir wünschen Euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest in bester Gesellschaft und ein gutes 2012 !!!

Mittwoch, 22. Juni 2011

RAMSES


Nicht nur ein untypischer Labrador, der weder Schwimmen mochte noch Apportieren, für uns war er einfach DER Hund schlechthin. Seine Leidenschaft war das Essen, besonders Käse. Sobald man den Kühlschrank öffnete, kam eine Hundeschnauze durch die Küchentür, denn man weiss nie was das Leben bereit hält, vielleicht purzelt etwas Leckeres heraus.

Sonntag, 15. August 2010

FIJI



Sam wurde Trauzeuge seines Freundes Mark für dessen Hochzeit in Fiji und damit war unser Urlaub für das Jahr verplant. Keine Woche Snowboarden in Japan oder Neuseeland, nein, stattdessen Urlaub unter Palmen. Wir sind gestern von dieser Woche Urlaub zurück in Melbourne. Es sind nun winterliche und regnerische 9˚C, da fällt es mir leicht in Erinnerungen zu flüchten und endlich mal wieder etwas Erwähnenswert zu posten.

Fiji stand nie wirklich weit oben auf meiner Länder-die-ich-umbedingt-sehen-muss-Liste, doch es war erstaunlicherweise sehr schön und ich kann mir vorstellen wieder dorthin zu verreisen. Die Leute sind einfach superfreundlich. Von überall schallt Einem ein lautes, frohes BULA (Hallo) entgegen. Umso ehrlicher klingt es wenn man erst einmal aus den Haupttouristengegenden entkommen ist. In Fiji heisst fast jede Unterkunft Ressort, weil es sich um umzaunte, private Grundstuecke handelt. Die Einheimischen leben allgemein in Ortgemeinschaften auf zugewiesenem Land ohne Zaune und Begrenzungen. Vieh laueft entweder frei herum oder ist einzeln angepflockt, Weiden existieren in der Regel nicht. Die Busverbindungen sind superbillig, doch als Tourist ist die Insel nicht preiswert.

Die ersten drei Tage waren wir quasi "zwangsverpflichtet" uns ebenso in das 5-Sterne Ressort wo die Trauung stattfand einzubuchen. Es war schön, doch weil Sam und somit auch ich, in die Hochzeit total eingespannt wurden, war es uns nicht erlaubt diesen Luxus wenigstens etwas zu geniessen sondern nur am Ende die Kreditkarte zu zücken. Ich war echt heilfroh, als die Hochzeit endlich vorbei war. Ich kannte das Brautpaar gar nicht. Mark habe ich mit Viola im Januar in Sydney für vielleicht eine halbe Stunde getroffen und er ist sehr nett. Mit der Braut wusste ich ehrlich gesagt nicht viel anzufangen, konnte keine gemeinsamen Interessen oder Gesprächsstoffe finden. Doch ich wünsche den Beiden das Allerbeste und viel Glück als ein Paar. Die Zeremonie und der anschliessende Empfang mit Abendessen direkt am Strand waren wunderschön. Die Kulisse war traumhaft und ich verstehe nun warum Fiji in den Top 5 der Heiratsorten ist.

Zum Glück hatten wir uns nach der Hochzeit noch einige Tage für uns selbst freigehalten. Es war nicht ausreichend Zeit um die Insel einmal zu umrunden ohne Hektik, so blieben wir für drei Nächte in einem kleinen privaten Ressort an der Korallenküste im Süden von Vanu Viti. Und voilà wir haben den totalen Glücksgriff gelandet, wie sehr haben wir noch mal gemerkt als wir bei unserer Rückkehr die tatsächliche Preisliste gesehen haben. Ein paar Stunden vor Abflug, haben wir die Unterkunft dort für $130 AUD die Nacht (90 EUR) als lastminute Angebot gebucht. Eine Hütte mit Selbstverpflegung, nahe dem Strand. Dort erst einmal angekommen, wurden wir als Erstes upgegradet da das Gebuchte gerade Wartungsarbeiten unterlief und wir erhielten eine Hütte direkt am Strand mit Korallenriff zum Schnorcheln vor der Tür. 'Hütte' ist echt das falsche Wort, klingt schäbig doch es war alles andere, es war Luxus pur. Ausser uns waren nur noch drei andere Paare dort, alle sehr nette und interessante Leute und damit war das Ressort ausgebucht. Essen war gut und en mas vorhanden. Wir bekamen ein Spezialpreis, weil wir eigentlich erwartet hatten wir würden für uns selbst kochen, doch nur die gebuchte, kleinere Hütte hatte eine Küche. Alles war sehr entspannt, wenn man wollte konnte man einiges unternehmen, wenn man für sich selbst sein wollte, war dies auch kein Problem. Alles war da fuer ein perfekten Strandurlaub auf einer tropischen Insel, fast schon zu sehr Klischee, doch wir hatten wenigstens das Gefühl etwas mehr von Fiji gesehen und erlebt zu haben als die sterilen Ressorts zuvor, die echt überall hätten gewesen sein können. Tja, wenn wir wieder dorthin zurückwollen müssen wir entweder wieder auf ein Lastminute Angebot hoffen, oder anfangen zu sparen - regulär wurde es pro Nacht 400 EUR kosten. Wie schon gesagt, Fiji ist leider nicht preiswert, wenn man ein weisser Tourist ist, Zeit an einem schönen Ort verbringen will und die Anforderungen an eine Unterkunft etwas mit den Erfahrungen und Alter gestiegen sind. Ein superbilliges "Bett" im Schlafsaal fern oder mitten im Geschehen findet man immer.

Höhepunkte waren das Erkunden des Landesinneren zu Fuss und nicht bei Taxi; 30-40 Riffhaie erschrecken und in Richtung unserer Füsse lotsen; die lauten Bula-Rufe von allen Seiten entgegengeschallt zu bekommen und Einheimische treffen; öffentliches Busfahren (wenn es nicht gerade der Bus mit den lauten, schlechten Kriegsvideos ist) und in der Hängematte am Strand in Büchern schmökern.

Samstag, 24. April 2010

UMZUG ll



Wir sind heute wieder am umsiedeln. In den letzten drei Monaten wurde die Stimmung im Haus stets feindlicher, so dass wir uns nach Alternativen umgeschaut mussten. Genug von WG-Leben hatte ich schon lange, doch die alternativen Bruchbuden für höhere Mieten waren einfach nicht attraktiv genug. Das neue Haus ist zwar eine pinke Bruchbude an einer Hauptverkehrsstrasse, doch die Wohnung ist gut UND das Allerwichtigste es ist unsere Wohnung, nur ich und Sam leben dort. Keine geldgierigen, Zahnpasta-klauenden Mitbewohner mehr, die nie Klopapier nachkaufen, sondern stattdessen meine Wattepads aufbrauchen und sowieso nie Putzen und immer laut spät in der Nacht betrunken ins Haus torkeln und trotz 60h-Woche kein Geld für Miete und Rechnungen haben.
Dem Haus und unserem prunkvollen Zimmer trauere ich dennoch hinterher, wird wahrscheinlich eine Weile dauern, bis ich wieder so luxuriös hausen werde .. ;)

Sonntag, 7. März 2010

Hagelsturm



Erdbeben in Chile, Xynthia wütet in Europa und in Melbourne hagelt es. Und ratet mal wer wurde davon überrascht?
Yep, bei Sonnenschein machten wir es uns auf der Picknickdecke im Flagstaff Park gemütlich. Noch nicht mal eine halbe Stunde später zogen im Westen dunkle Wolkenberge auf und wir konnten spektakuläre Blitze beobachten. Sam meinte noch aufgrund der Windrichtung das Wetter würde nicht zu uns hinüberziehen als auch schon die erste Regentropfen fielen. In Hast wurde alles zusammengepackt und wir radelten Richtung Eliotts Haus, normalerweise noch nicht mal 5min vom Park entfernt. Wir erreichten gerade mal die erste Kreuzung am Ende des Parks, als der erste Hagel auf dem Asphalt vor uns einschlug und in tausend Stücke explodierte. Die Ampel wurde grün und wir rasten nur noch in Richtung Eliotts Haus, doch dann brach das Unwetter aus.

Taubengrosse Hagelsteine schlugen überall ein, Sirenen schlugen Alarm, Wind brauste auf und wirbelte Blätter und Äste umher. Ich war heilfroh, dass in Australien Radhelmpflicht besteht, ich wurde etliche Male getroffen. In Sekunden waren wir alle nass bis auf die Knochen und suchten Schutz in einem Hauseingang. Die Autos suchten Schutz unter Bäumen entlang der Strasse, die Sicht ging runter auf 10-20m Weite. Alles der Hagelschlag endete, setzten wir unseren Weg fort und wir mussten überflutete, reißende Strassen kreuzen und Regensturzbächen von den Hausdächern ausweichen. Ich hatte das BMX-Rad meines Mitbewohner geliehen und das Wasser war an manchen Stellen radhoch. Es war wirklich der Warnsinn wie stark sich die Umgebung in 5 min komplett verändert hatte. Endlich pitschnass in Eliotts Haus angekommen, waren wir dann für die nächste Stunde damit beschäftigt, das Wasser in seinem Haus mit Besen zur Vordertür wieder hinaus zu schieben. Was für eine Stunde!

Doch erst heute bekamen wir mit, dass von dem Unwetter das Dach vom Southern Cross Bahnhof von den Wassermassen an mehreren Stellen kollabiert ist. Flinder Street und andere Strassen in der Innenstadt wie in anderen Stadtteilen waren knietief überflutet. Leute die nicht sofort Schutz finden konnten, holten sich Verletzungen und das Wetter ist in ganz Melbourne wieder Gesprächsthema Nummer 1.

( Zwecks Fotorechte: Das erste Bild ist meins, die anderen beiden sind von Dee und Kate Barnett)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

MERRY XMAS 2009


Dieses Jahr gibt es Weihnachten auf die australische Art - wir sind am Strand an der Ostküste in NSW. Sam auf dem Surfbrett und ich mit Buch im Schattenzelt. Wir wünschen Euch frohe Feiertage und bis bald!

Mittwoch, 11. November 2009

SEMESTERFERIEN

Von Winter zu Sommer in nur 2 Monaten, so schnell hat sich hier das Wetter geändert. Gestern bin ich spät nachmittags um 17 Uhr bei 34°C (im Schatten) zur Uni geradelt für ich meine letzte Prüfung. War mein erstes und einziges Examen, den letzten Monat habe ich mich ausschliesslich mit Endabgaben von Hausarbeiten herumgequält. Insofern das ansonsten alles etwas lax ist in Australien war ich etwas überrascht wie hier Prüfungen abgehalten werden. Noch kontrollierter und strikter als ich es je in Deutschland erlebt habe. Es waren vielleicht 500-600 Leute die gleichzeitig, jedoch unterschiedliche Prüfungen geschrieben. Wir waren aufgeteilt an Einzeltischen über zwei grosse Veranstaltungssäle. Alles war strikt geregelt, die Säle aufgeteilt in Sektionen, die Tische nummeriert und jeder Student hat eine bestimmte Tischnummer zugewiesen bekommen. Überall waren Aufseher in Uniform präsent und die erste Viertelstunde durfte man nichts anders tun als die Aufgaben lesen. Absolutes Verwendungsverbot von Markern, Stiften oder Sonstiges zum Notizen machen oder Unterstreichen. Punkt 18.15 durfte man dann zum ersten Mal das Examschreibformular aufschlagen und den Stift berühren. Punkt 20 Uhr, hiess es dann Stift sofort weglegen. Nichts von wegen 'Den Satz beenden', nein zack ... VORBEI! Ach, bin ich froh, dass das Semester vorbei ist, die letzten 3 Monate waren extrem stressig und ständig begleitet von schlechtem Gewissen wenn man mal nichts für die Uni gemacht hatte. Also auf ins nächste Pflicht-Abenteuer! ARBEIT und PARTNER-VISA spielen nun die Hauptrolle für die nächste Zeit.