Mittwoch, 19. September 2007

AUSTRALIER · landestypisch?


So, wie wir im Ausland mit den Fragen nach Sauerkraut, Würsten, Lederhosen, Rammstein/ Kraftwerk und Nazi zu kämpfen haben, so hat man auch ein bestimmtes Bild von den Australiern. Blond, braungebrannt, Naturtalente im Surfen, trinken Fosters, grillen bis zum Abwinken und lieben Rugby. Das es den Stereotyp Australier genauso wenig wie den Stereotyp Deutscher existiert, wissen wir alle.
Doch was ist typisch australisch? Fosters trinken, gehört auf jeden Fall nicht dazu. Es gibt gutes australisches Bier, doch Fosters oder Victorian Bitter gehört laut den bisher getroffenen Leuten nicht dazu. Begeisterte Griller? Ja, dieses Bild kann ich bestätigen. Mittlerweile habe ich mein erstes Barbecue hinter mir. Es war lustig, doch die Fleischmengen für ca. 15 Leute, die darauf innerhalb von 2h gebraten und gewendet wurden, waren enorm. *G* Und unsere Würstchen schmecken einfach definitiv besser, als die, welche ich dort probiert habe. Dafür war das Fleisch gut, ich habe zum ersten Mal Kangaroo probiert und ich muß überraschend zugeben, es ist sehr würzig und lecker.

Jetzt wo die Rugbyweltmeisterschaft in Frankreich angefangen hat und ich mich zwar in Australien einer angeblichen Rugbynation aufhalte, erhalte ich mehr Informationen darüber aus Weimar und Alsfeld, als von den hiesigen Medien. Hier ist das Endspiel übernächstes Wochenende der australischen Footballliga bedeutend wichtiger. Schon jetzt hängen überall alternative Verkehrtransportwege aus, der Einsatz zusätzlicher Trams und Busse versprochen und die Spekulationen steigen. Doch zurück zum Rugby. Da Sam und mein Mitbewohner Simon, beide All Blacks Unterstützer sind, waren wir am Samstag extra in einem Sportpub für das Spiel NZ gegen Portugal. Ich bekam nochmals die Regeln erklärt, aber ansonsten war es mehr eine Enttäuschung. Nicht das Spiel, die Örtlichkeit. Keine Stimmung, Spielkommentare waren ausgestellt, die Mehrzahl der Gäste war gar nicht wegen den Spielen da, der Fernseher winzig und als der Beginn des Spiels Australien gegen Wales anfangen sollte, wurde auf Werbesendung umgestellt. Irgendwie weil der Besitzer sonst nicht das Fussballspiel in der anderen Ecke des Pub zeigen durfte?!
Soviel dazu, die anderen Klischees werde ich noch auf die Probe stellen. Ob es einen höheren Anteil an blonden Menschen gibt, ist mir derzeit noch nicht aufgefallen, auch wenn man dem Stereotyp 'Surfer' doch ab und an begegnet. Was in Melbourne etwas befremdlich ist, denn als ich das erste Mal am St. Kilda Beach stand, war klar, hier surft garantiert niemand. Die Stadt liegt nämlich nicht direkt am Meer sondern an einer riesigen Bucht.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Catherine,
super Blog, bin immer ganz begeistert hier neues zu lesen :)
Aber WARUM schreibst Du immer über Rugby? In meiner ganzen Zeit in Australien habe ich davon nix mitbekommen. Die Aussis spielen doch Australian Rules Football, kurz Foody. In Melbourne zB sind die Magpies ganz gross, naja eigentlich verlieren sie nur....aber werden sehr geliebt.
Die Regeln von Rugby und Football sind ähnlich, beide spielen mit diesem Egg-ball, aber es ist nicht dasselbe! Finde das doch mal raus!
Liebste Grüße from up above
Franzi

Anonym hat gesagt…

Nun ja mein Wissen umfasst leider keinen Aufenthalt in Australien. Das Rugby jedoch die warscheilich vorherschende Sportart ist, ist kaum zu über sehen. Ende des 19. Jhr begann die Rugby-Union und später die League vor allen anderen Sportarten (sogar Cricket) in Audtralien ihren Siegeszug. Ebenso gehöhren die Clubmannschaften der Super 14 (zB Brumbies) zu den stärksten der Welt und ich denke man wird auch nicht 2x Weltmeister ohne das man es zu Hause spielt.
"Foody" ist allerdings eine ganz witzige Geschichte aber soweit ich weiß gibt es nur 16-18 Vereine und daher auch nur eine Liga. Da überwiegt dann glaube ich sogar der Fußball.

Naja egal, ich glaube das dauert einfach bis zum Ende der Vorrunde dann wird sich wohl einiges ändern.

Ich wünsche allen Wallabies Alles Gute aber Süd Africa wird Weltmeister!

Grüße Frank

P.S.: Danke Cath, für Deine schönen Posts.