


Offiziell hatte die Queen an diesem Montag Geburtstag in Australien. So etwas feiert man doch gerne und prompt wird man mit einem langem Wochenende belohnt. Ich habe diese letzte Gelegenheit genutzt und bin allein nach Tasmanien geflogen. Es war wunderschön, nur etwas einsam und deswegen auch manchmal gruselig.
Tasmanien sieht auf der Australienkarte im Vergleich zum Festland klein aus, doch Schottland passt locker hinein. So waren 4 Tage zum Ansehen auch klar viel zu wenig! Es war mehr so ein erstes Kennenlernen. Es gibt jede Menge grandiose Natur zu bewundern. Alleine in den Nationalparks kann man sich schon Wochen aufhalten. Ich war nur kurz im Freysinet NP für die Wineglassbay. Wunderschön und man muss umbedingt die komplette Wanderung runter zur Bucht und am weißen Strand entlang machen. Den meisten Touris entgeht einiges, da sie nur zum Aussichtspunkt auf halber Strecke oder nur bis zum ersten Sandabschnitt keuchend laufen.
Viele sagen, Tasmanien sei wie Neuseeland. Mag sein, dass es gewisse Ähnlichkeiten hat, doch mir ist nur eine Tatsache ständig ins Auge gesprungen. Es gibt hier mindestens genau so viele tote Tiere auf den Straßen wie in NZ. Nur dass es australische Tiere sind - tote Beuteltiere. Das ist auch einer der Gründe, dass man eigentlich sagen kann, von Abenddämmerung bis Morgengrauen kommt man nicht mehr sehr viel weiter. Man muss dann 35 km/h fahren und höllisch auf den Wegesrand achten, nicht das Einem ein Tier vor den Wagen hüpft. Es gibt nicht viele Hostels auf Tasmanien, kam mir jedenfalls so vor. Abends musste ich also stets darauf achten, vor 17 Uhr in einem Ort mit Hostel zu gelangen. Ziemlich stressig manchmal. Reservieren war zum Glück nicht notwendig, es ist gerade Winter hier und nicht viel los. Ich war immer die Einzige im Schlafsaal. Eine Nacht sogar alleine im ganzen verwaisten, kalten Hostel. Das war eine wirklich gruselige Nacht, da die Hintertür, die direkt in den Schlafsaal ging, bis 10 Uhr abends offen bleiben musste, sollte doch noch jemand kommen. Mein Telefon hatte keinen Empfang und bis ich von der Telefonzelle einen panischen Anruf mit Sam hatte, wußte eigentlich niemand wo ich war. Doch abgesehen von dieser paranoiden Nacht war es prima. Ich bin gut mit dem Mietwagen herumgekommen und habe etliche Schotterpisten abgeklappert. ;) Puh, war der Wagen dreckig bei der Abgabe. Ich habe die Touri-Sachen wie Port Arthur, Freycient, Cataract Gorge und Mt Wellington abgeklappert. Bin von Interlaken nach Bagdad in nur 1h gefahren. War in einem Wildtier Schutzpark und konnte dort Koalas und Kängurus streicheln und füttern. In Hobart habe ich endlich mal wieder richtig gutes Brot gegessen. Hmm, es klingt zwar nach Klischee, doch ein "gutes" Brot vermisse ich hier ab und an.
1 Kommentar:
ich bewundere die art wie du alone durch die gegend verreist! hut ab!!!
wann kommst du zurueck nach europa ueber den sommer?
ihc sende dir liebe 30-jaehrige gruesse!
dein costa
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