Donnerstag, 13. März 2008

GOLDEN PLAINS 08


Juché, ich habe endlich wieder Photoshop! Nun kann ich endlich wieder Fotos reinstellen.

Das letzte Wochenende bin ich mit der gesamten WG, Sam und einigen Freunden von der Gruppe nach Meredith gefahren. Dieser Ort ist ein Dorf, 2,5h Fahrt nordwestlich von Melbourne, in dessen Nähe 2-mal im Jahr kleine, feine Festivals stattfinden. Die Tickets dafür sind in ganz Australien stets sofort ausverkauft, da es auf 7.000 oder das bekanntere Meredith Festival auf 10.000 Besucher limitiert ist. Vor 1 Woche kam dann die überraschende Nachricht von Miranda, dass ihre Freundin noch Leute für die Bar braucht. Kurze Erklärung "Barjob" dort bedeutet, 4h während des gesamten 3 Tage Festival hinter der Bar stehen. Eine Bar im Freien und Schatten, mit Blick auf die Bühne, mit Zugang zum Kühlraum (herrlich bei über 38°C). 4h (ich hatte entspannte Zeiten von 1 bis 5 Uhr nachmittags) so viele freie Getränke, Dosen in Eiswasser kühlen, Sandwich-Verpflegung wie möglich. Dies alles im coolen Golden Plains T-Shirt, was mit dem 'türlichen obercoolen STAFF auf dem Rücken ebenfalls ein Geschenk für uns war. Denn für die 4h "Arbeit?" gab es das Festivalticket (120 EUR) umsonst. Doch noch nicht genug. Besonders Schmankerl gleich zu Beginn am Samstag war definitiv, das rote Schild in der Windschutzscheibe, dass uns Autoinsassen als Staff-Mitglieder ausweiste und somit konnte wir die wartende Blechkolonnenschlange in der Mittagshitze zügig von rechts überholen .. GRINS
Die Musikauswahl war groß, ich kannte bis zu meiner kurzen Recherche zuvor nur eine Band, the Vines (waren leider nicht soo doll). Doch Ween, The Dirtbombs, Beirut, Iron and Wine, Kid Koala, Future of the Left haben überzeugen können. Nein, nicht nur australisches Hausgemachtes, ziemlich internationale Mischung. Schlaf kam etwas kurz, die Musik spielte immer bis 5 oder 6 Uhr morgens und da die Bühne so nah war, half auch Ohropax rein gar nichts. Von der Atmosphäre war es mehr wie ein Strandausflug. Die Bühne (es gibt nur eine, was toll ist, denn dann verpasst man nichts) steht unten in einer natürlichen, grasbewachsenen Arenamulde und die erfahren Besucher hatten alle alte Sofa und Couchsessel mitgeschleppt, die Pros Hängematten und Schattenzelte. Etliche Picknickdecken und Campingstühle. Nach dem Badetuchprinzip war so der Treffpunkt/ Aushängepunkt/ Essbereich/ Relax- und Trinkbereich bestens für das gesamte Festival reserviert. Wenn man tanzen wollte, stand man auf und ging einfach die wenigen Meter vor zur Bühne. Prima! Total stresslos, kein Massendrängeln, kein weiteres Anstehen. Wäre ich nächstes Jahr noch da, dann würde ich ganz bestimmt noch mal hin! Kleine Festival rocken!