Montag, 26. November 2007

STRAND


Nach 3 Monaten hier, bin ich endlich mal aus die Stadt herausgekommen. Juchhe! Nicht das es mir hier nicht mehr gefällt, jedoch das Gefühl da draußen wartet ein ganzer Kontinent lässt sich nicht immer verdrängen. Am Sonntag hat uns Ruben (Sam's Mitbewohner) seine Heimatgegend auf der Mornington-Peninsula gezeigt. Geografische Info, das ist der östliche ("rechte") Halbinselarm, der die Bucht vor Melbourne bildet. Dorthin sind es ungefähr 80km und 1,5h Fahrt bis man durch die Stadt durch und heraus ist. Der Weg heraus, durch die Vorstädte ist ziemlich hässlich, so das man kaum versteht, warum sich die Stadt in den letzten Jahren so stark in diese Richtung ausgebreitet hat. Doch erreicht man endlich wieder die Küste, dann weiß man warum. Das MEER. Das Wasserbecken mit Melbourne am nördlichen Ende, dessen Skyline auch 60km entfernt omnipräsent bleibt. Die Möglichkeit einfach 2km in die andere Richtung vom "gezähmten" Becken den wilden Pazifik in vielen kleinen Buchten zu erleben und die Urlaubsstimmung, die Einen hier sofort überfällt. Trotz der vielen Villen, Wochenendhäusern und angebrochenen Sommerferien gibt's zudem noch immer einsame Strände zu finden. Traumhaft ... oder?

Für mich war der Strandtag ein Erlebnis. Denn auch wenn Melbourne am Meer/ in einer Bucht liegt, davon bekommt man in der Stadt selbst relativ wenig mit. In der Zeit, in der ich nun hier bin, war ich nur am Anfang 2-3 Mal in St. Kilda am Strand. Ist einfach etwas weit weg und der Stadtstrand ist auch nicht so umwerfend.
Dieses Wochenende starte ich noch einen Ausbruch aus der Stadt. Unsere WG geht zum Campen. Ein Zelt organisiere ich im Moment noch, den in freier Natur übernachte ich in Australien bestimmt nicht - nicht nachdem uns letztens bei einer unser Radtouren eine erschreckend große (ca. 1,5m lang) und agile Braun- oder Tigerschlange (giftig) die Vorfahrt genommen hat. Seitdem betrete ich sogar den Garten stets mich wachem Bewusstsein.

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